Hirzbacher Kapelle

Das kleine regionale Kulturzentrum

Autor: dz

Rückblick 2019

Die Saison ist eröffnet!

Maja Taube und Oona Böken eröffneten mit ihren Harfenklängen unseren Sommer 2018 in der Kapelle. Ein leises, bezauberndes Konzert als Auftakt für eine vielversprechende, abwechslungsreiche Saison!

So berichtete Andrea Pauly im Hanauer Anzeiger (08.05.2019):

Rückblick 2014 …

FINGERPRINTS beim Regionalparkfest

Eigentlich sollten die FINGERPRINTS das 10. Regionalparkfest Hohe Straße durch ihre Musik in der Hirzbacher Kapelle nur als eine von vielen Attraktionen entlang der Strecke ein wenig begleiten. Daraus wurde mehr: ein ausgewachsenes Konzert von dreimal Dreiviertelstunden über den ganzen Nachmittag. Das wechselnde Publikum nahm das Angebot der drei Musiker begeistert an. Ohne elektronische Verstärkung, aber bestens unterstützt von der Akustik der kleinen Kapelle entführten Karin Kraft, Hans Matter und Martin Kurz ihre Zuhörer mit Gitarren und Stimme in eine farbige Welt aus Blues, Jazz und Folk. Karin Kraft beeindruckte mit eine glasklaren und ausdrucksstarken Stimme und ihre beiden Begleiter mit virtuoser Fingerarbeit auf den Gitarren. Akustik und Ambiente der Kapelle überzeugten nicht nur das Publikum, sondern auch die Musiker, so dass einem weiteren Auftritt im kommenden Jahr nichts im Wege stehen sollte.

1-IMG_5217a

Tango und Jazz aus (mit) der Kiste

Ein begeistertes Publikum feierte beim Sommerkonzert in der Hirzbacher Kapelle die Musiker des Nashi Young Cho Jazz-Quartetts und Vassily und Larissa Dück.

Andrea Pauly berichtete im Hanauer Anzeiger:

Bericht NYC-Dück-Konzert

29. Juni: Die Hanauer Jäger in Nordamerika

Im Rahmen des Kultursommers Main-Kinzig –Fulda gastierte Isaak Dentler, der seit 2009 Mitglied des Ensembles des Schauspiel Frankfurt ist, erneut in der Hirzbacher Kapelle.

Dieses Mal trug er Teile des aufrüttelnden Tagebuchs des Hessen-Hanauer Soldaten Philipp Jakob Hildebrandt aus den Jahren 1777 bis 1781 vor, das die dramatische Fahrt der Hanauer Jägerkompanie von Hanau über den Atlantik und die mühseligen und erfolglosen Kämpfe gegen die Unabhängigkeitstruppen im heutigen Staat New York schildert. Erst vor wenigen Jahren wurde dieses Tagebuch entdeckt, und vom Hanauer Geschichtsverein herausgegeben.

Zum Hintergrund des Textes: Ende des 18. Jahrhunderts „vermietete“ der Erbprinz Wilhelm von Hanau Soldaten an seinen Cousin Georg III von England, der glaubte, die Unabhängigkeitsbewegung in den nordamerikanischen Kolonien mit Waffengewalt niederwerfen zu können, aber dafür nicht genügend Manpower hatte. Obwohl die Grafschaft Hanau damals nur 11,500 Einwohner hatte, wurden in den Jahren 1777 bis 1783 über 2,400 Landeskinder als Soldaten nach Amerika vermietet, die dort einen aussichtslosen Kampf führen mussten. Ein Drittel der Soldaten starb vor allem an Krankheit und Erschöpfung, ein kleiner Teil blieb in Amerika. Auch Philipp Jakob Hildebrandt starb auf der Rückreise nach Europa im Jahr 1783, vier Tage vor dem Frieden von Paris, der den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beendete. Die lebhafte Beschreibung der Erlebnisse dieses pflichtbewußten und wachen Soldaten macht die unglaublich harten Umstände für die Hanauer Soldaten plastisch. Noch heute kennen die Amerikaner die „Hessians“ als mutige aber auch etwas tumbe Soldaten.

Zu Isaak Dentler: Nach einer Banklehre in Ulm, Ausbildung zum Schauspieler in Hamburg. Während dieser Zeit Mitwirkung an freien Theaterproduktionen in Kiel und Hamburg, sowie zahlreiche Fernsehrollen. Ab 2004 festes Ensemblemitglied am Stadttheater Gießen (wo er als Torquato Tasso und Don Carlos auf der Bühne stand), seit 2009/10 im Ensemble des Schauspiel Frankfurt. Isaak Dentler gehört zu den auffälligsten Akteuren im Team des Frankfurter Intendanten Oliver Reese. Er wirkte nicht nur beim großen Opener Odysseus/Antigone als Kreon/Hainon mit, sondern spielte auch tragende Rollen in Ibsens »Hedda Gabler« und Horvaths »Wiener Wald«, oder Tchechow’s „Iwanow“. In den letzten Jahren ist er durch seine zahlreichen Bühnenauftritte ein in der ganzen Region bekannter Schauspieler geworden.

2013

Georg Büchner – Der Hessische Landbote

Szenische Lesung mit Isaak Dentler (Schauspiel Frankfurt), unter Mitwirkung der Georg-Büchner-Schule in Erlensee

Am Sonntag, den 30. Juni fand eine sehr zornige Lesung vor einem gespannten Publikum in der Hirzbacher Kapelle statt: Isaak Dentler vom Schauspiel Frankfurt las den „Hessischen Landboten“, den dramatischen Aufruf zur Revolution des 21-jährigen Georg Büchner. 1834 verfasst, ist diese Schrift – die einzige, die zu seinen Lebzeiten gedruckt wurde – ein wütender und resignierter Ruf nach Freiheit, dessen frische und unverbrauchte Sprache noch heute mitreißt.

Zur Einführung lasen Mitglieder der 10. Klasse der Georg-Büchner-Schule aus Erlensee, die mit ihrer Lehrerin Monika Straub gekommen waren, Briefe Büchners vor. Dr. Heinz Schilling konnte mit seinem anschließenden Vortrag deutlich machen, wieso Büchner so wütend auf die damaligen Zustände im Großherzogtum Hessen-Darmstadt war.* Die Kombination aus feudalen Verhältnissen, die insbesondere durch überzogene Steuerlast und unfaires Rechtssystem wirksam waren, und brutaler Verfolgung politisch liberaler Denker des „Vormärz“ waren für Büchner der Anlass, zum Aufstand gegen die schlimmen sozialen Verhältnisse aufzurufen. Nur kurze Zeit nach Verfassen dieser Schrift muss er ins ausländische Exil, wo er 3 Jahre später im Alter von nur 23 Jahren stirbt.

Isaak Dentler kommt, über die Chormauer springend, in die Kapelle und schreit: „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ Er liest – unter der Begleitung des Schlagzeugers Benno Bruschke, mit allen Mitteln der Intonation zum letzten Crescendo hochlaufend:
„Ihr bücktet euch lange Jahre in den Dornäckern der Knechtschaft, dann schwitzt ihr einen Sommer im Weinberge der Freiheit und werdet frei sein bis ins tausendste Glied. Ihr wühltet ein langes Leben die Erde auf, dann wühlt ihr euren Tyrannen ein Grab. Ihr bautet die Zwingburgen, dann stürzt ihr sie und bauet der Freiheit Haus. Dann könnt ihr eure Kinder frei taufen mit dem Wasser des Lebens. Und bis der Herr euch ruft durch seine Boten und Zeichen, wachet und rüstet euch im Geiste und betet ihr selbst und lehrt eure Kinder beten: Herr, zerbrich den Stecken unserer Treiber und laß dein Reich zu uns kommen – das Reich der Gerechtigkeit. Amen.“

Ein grandioses Stück politischer Literatur, noch nach 179 Jahren frisch wie am ersten Tag. Eine rundum gelungene Veranstaltung zum Gedenken an den 200. Geburtstag von Georg Büchner, freundlicherweise vom Kultursommer Main-Kinzig Fulda und der Stiftung der Sparkasse Hanau unterstützt.


Christine Högl – Der Klang der Stille

Die einige Jahre in Ortenberg beheimatete Harfenistin Christine Högl brauchte um Aufmerksamkeit nicht zu bitten. Dafür sorgte ihr Instrument, eine kleine – quasi am Körper getragene – Harfe. Und tatsächlich: Sie trägt ihr Instrument den Mittelgang der kleinen Kapelle auf und ab. Auf und ab.

Ihre Finger gleiten kaum wahrnehmbar über die Saiten. Dabei erzählt Christine Högl, ihre oberbayerische Herkunft nicht verleugnend, von einer Reise nach Iona, einer kleinen keltischen Insel im Westen Schottlands.

Für das gebannt lauschende Publikum wechseln die Wirklichkeiten. Getragen von den Glissandi der keltischen Harfe mag man sich ins keltische Herzland entführen lassen. Etwa in die uralten Reste des einstigen Nonnenklosters von Ì Chalium Chille, so der gälische Name von Iona.

Die ihr liebsten Orte für ein Konzert sind Planetarien, sagt Christine Högl. Und, natürlich: alte Kirchen. Man denkt an Verbindungen in den Kosmos und in die Geschichte. Nicht mit lautem Getöse, wie heute offenbar Aufmerksamkeit nur noch zu erreichen ist, sondern mit leisen Klängen, mit perlenden Tönen, vergehend bis zur Stille, der man nachfühlen möchte.

Die Konzertankündigung hat nicht zuviel versprochen: Högls Harfe ist wahrhaft ein „inniges“ Instrument, ihre sehr publikumsnahe Musik war ein Phantasie und Seele öffnendes Geschenk.


Ulrich von Wrochem – Kunstgenuss mit Bratsche

Mit einem Frühlingskonzert eröffnete der Bratschist Ulrich von Wrochem das Kulturprogramm in der Hirzbacher Kapelle.

Ulrich von Wrochem, weltreisender Meisterbratschist, war nach vier Jahren erneut in Hirzbach zu Gast. Der 1944 geborene Künstler studierte in Berlin und Detmold und war schon mit 22 Jahren Solist an der Berliner Oper, beim Bayerischen Rundfunk und an der Mailänder Scala. Neben Soloauftritten, Konzerten in aller Welt und Plattenaufnahmen gibt er Meisterkurse in Europa, Asien und Amerika. Am Vorabend des Himmelfahrtstages von einer Asienreise zurückgekehrt spielte er Werke die Suiten Nr. 2 und 3 von Johann Sebastian Bach, die Suite Nr. 1 von Max Reger und die unvollendet letzte Suite von Ernest Bloch.

Als Bratschist gehört von Wrochem zu der Generation von Musikern, die sich als Interpreten verstehen, die immer auch eigene Kompositionen zur Aufführung bringen. In Hirzbach bezog er die gesamte Kapelle und den ehemaligen Chorraum in seine Improvisation mit ein.

Zu Beginn seines Auftritts hat er augenzwinkernd den Veranstaltungstitel korrigiert. Die Flügelfenster zum Chorraum geöffnet nannte er seinen Auftritt ein Konzert von Solo-Bratsche mit Vogelstimmen.
Von seiner einfühlsamen Interpretation und seinem großen Können war das Hirzbacher Publikum begeistert.


Die Umgebung der Kapelle wird zum „Tal der Musen“

Am Sonntag, den 6. Oktober 2013 eröffnete der Butzbacher Künstler Bruno Feger seine neue Skulpturenausstellung in unmittelbarer Nähe der Hirzbacher Kapelle. Im Weiler Hirzbach stehen nun an sieben ausgewählten Stationen – entlang der Regionalparkroute – Skulpturen aus Stahl, Holz und Glas. Bruno Feger zeigt seine Skulpturen für die Zeit eines ganzen Jahres, und verwandelt so den kleinen Weiler bis September 2014 in ein „Tal der Musen“. Ermöglicht hat die Ausstellung der Förderverein Hirzbacher Kapelle.
Zur Eröffnung kamen über 50 interessierte Menschen aus Hammersbach, aber es waren auch Kunstfreunde von weither angereist. Bruno Feger führte die Anwesenden durch den Weiler, und erläuterte was hinter den monumentalen Skulpturen steckt, die teilweise bis 5 Meter hoch sind. Anfang und Ende des Weges war die romanische Hirzbacher Kapelle, der älteste erhaltene Sakralbau des alten Hanauer Landes.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Weg durch den Weiler Hirzbach – ehemals Handelsweg „Hohe Straße“, heute Versorgungs- und Freizeitweg -mit dem Erleben der Wegstrecke vom Anfang bis zum Ende der Ansiedlung.

Bruno Feger sagt: „Der Stationenweg ist ein Symbol für das Erinnern und Gewahrwerden. Die Musen – das sind die Töchter von Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung. Das macht einen Weg im Sinne des Wanderers auf Erden aus, das Erkennen, das Erinnern und das Fortdenken. Die Musen sind Sinnbilder dieses Welt-Einlassens, der sinnlichen Wahrnehmung der Welt, der Künste. Den Verschiedenheiten der örtlichen Gegebenheiten, wie eine befahrene Landstraße, eine offene Wiese, der stille Hain am See, die Hauswand, die Lücke ohne Haus wird durch die Wahl der Standorte und die Auswahl der Skulpturen Rechnung getragen.“

Die Skulpturen von Bruno Feger sind aus Materialien wie Stahl, Glas und Holz. Nach vielen Jahren in denen es besonders um Blüten aller Art ging, beschäftigt er sich im Moment besonders mit Stahlworten.

Bruno Feger ist in der Region kein Unbekannter. So hat er im Jahr 1997 eine Skulpturenausstellung in und um die Kapelle ausgerichtet. Eine überregionale Zeitung kommentierte damals die mit einer Kettensäge produzierten Blüten aus Holz: „Bildhauer Bruno Feger will das Unsagbare sägen.“ Bruno Feger ist Kulturpreisträger der Stadt Hanau 1998. Nach vielen Jahren in Butzbach wird er demnächst im heimischen Schwarzwald ein neues selbsterbautes Atelierhaus beziehen. Seine Skulpturen stehen inzwischen über ganz Europa verteilt. Er ist regelmäßig auf der „Art Karlsruhe“ und der Kunstmesse Köln vertreten.

2012

  • Sie sehen was, „was Du nicht siehst“ – Neue Arbeiten von Andrea Güthge (Fotografie) und Karin Schilling (Malerei)
  • What a wonderful session – Das Moni-Marner-Quartett: Friends of Birdland
  • Packende Lesung – Isaak Dentler Solo: Werthers Leiden in der Kapelle
  • Gemäldeausstellung zur Erinnerung – Retrospektive Ingeborg Hulverscheidt
  • Konzert Tango meets Jazz – Larissa und Vassily Dück x Nashi Young Cho Jazz Quartet

2011

Am 4. September: Wiener Masken- und Musiktheater

Es war ein richtig schönes Fest, das Regionalparkfest auf der Hohen Strasse Anfang September 2011

Es kamen Leute, Leute, Leute
zum Wiener Masken- und Musiktheater
und seinen Walk-Acts,

dargeboten von höchst kauzigen Charakteren:

  • Verschmitzt: Oma Rosa mit ihrem skurril-schwäbisch-nachhaltigen Geplauder. Ihr ansteckendes Lachen hinterließ einfach gute Laune. Oma Rosa = Kult!
  • Schräg um die Ecke: die verrückten Professoren Kunstdünger mit ihrer tiefschürfenden Küchenphilosophie, Nonsense gequirlt aus Tiefsinn, Hintersinn und Schwachsinn.
  • Unvergesslich: Die Tollen Tanten, die sich unter das geneigte Publikum mischten. Sexy, dreist, emanzipiert und bissig.

2010

  • 9. Mai: Das Ensemble Annette Wildenhues präsentiert ein FreestyleKONZERT in the Springtime
  • 29. Mai: Jörg Schönegge Ausstellung: Elementare Strukturen
  • 6. Juni: Duo Schach-Matt
    Vassily Dück (Bajan) und Robert Varady (Geige)
    TRIUMPH UND LEIDENSCHAFT
  • 29. August: Musik und Märchen in der Hirzbacher Kapelle Konzert des Ensembles Allegria Musicale: Allerley Sing- und Spielmusik / Ingeborg Hulverscheidt erzählt Grimmsche Märchen
  • 23. September: Ausstellung Chris Kircher: Skulpturen aus Schrott
  • 26. September: Köpfe der Region: Heinz Schilling im Gespräch mit der Historikerin Monica Kingreen (Nidderau)
  • 12. Dezember: Adventsmusik mit dem Ensemble Allegria musicale

2009

  • 18. April: Konzert Ulrich von Wrochem, Bratsche solo: Bach, Geminiani, Hindemith u.a.
  • 26. April: Kaliningrad – Königsberg. Vortrag von Prof. Dr. Wladimir Gilmanow, Kant-Universität Kaliningrad
  • 15. Mai: Martina Schoders „Filigrane Geflechte“. Ausstellung
  • 20. Juni: Magie des Akkordeons. Vassily Dück, der Bajanist von Mi Loco Tango, spielt live und unplugged. Eine Veranstaltung im Rahmen des Kultursommers Main-Kinzig-Fulda 2009
  • 5. Juli: Märchenhafter Sommerabend. Ingeborg Hulverscheid erzählt (nicht nur für Erwachsene) Märchen der Gebrüder Grimm
  • 28. bis 30. August: „Farbe“. Ausstellung mit Fotos von Andrea Güthge und Bildern von Karin Schilling
  • 20. September: Frankfurter Küch und Sprüch. Claudia Narr und Dr. Willi Stubenvoll kochen Grüne Soße, Ochsenbrust etc. und sprechen kenntnisreich darüber
  • 11. Oktober: Autumn Leaves. Swing mit Torsten de Winkel, git., Monika Marner, sax., Martin Weitzmann, p., Stefan Kreuscher b.

2008

  • 18. Mai: Reihe Köpfe der Region. Heinz Schilling im Gespräch mit der internationalen Wahlbeobachterin Renate Holzapfel
  • 15. Juni: Esther Lorenz singt Bossa Nova, Bolero und sephardische Lieder
  • 3. August: free-style KONZERT in the summertime. mit Annette Wildenhues (Violine) + Philipp Wildenhues (Schlagzeug) + Rochus Paul (Keyboards). Ein Konzert im Rahmen des Kultursommers Main-Kinzig-Fulda 2008
  • 22. bis 24. August: Romanik inspiriert. Ein künstlerischer Dialog mit der tausenjährigen Hirzbacher Kapelle. Andrea Güthge (Fotos) und Karin Schilling (Bilder). Eine Ausstellung im Rahmen des Kultursommers Main-Kinzig-Fulda 2008
  • 28. September: Vier Gänge rund um die Kartoffel. Claudia Narr und Dr. Willi Stubenvoll kochen, tragen Gutes auf und Kluges vor

2007

  • 15. April: free-style KONZERT in the middle of april mit Annette Wildenhues (Violine) + Philipp Wildenhues (Schlagzeug) + Rochus Paul (Keyboards)
  • 20. Mai: Literarisches Menü. Aufgetischt von Ingeborg Hulverscheidt
  • 10. Juni: Heimatkundlicher Gang mit Dirk Jürgen Schäfer – Verein für Kultur und Heimatgeschichte Hammersbach – vom Marköbler Limes zur Hirzbacher Kapelle
  • 9. September: Tag des offenen Denkmals 2007. Hirzbach – ein historischer „Ort der Einkehr und des Gebets“ (Leitthema)
  • 15. und 16. September: Strukturen. Ausstellung neuer Arbeiten von Andrea Güthge (Fotos) und Karin Schilling (Bilder)
  • 21. November: Über Kochen, Essen und Schmecken reden und gemeinsam speisen. Die Kulturhistoriker Claudia Narr und Dr. Willi Stubenvoll bereiten ein Vier-Gänge-Menü nach dem Kochbuch des Haushalts der Brüder Grimm zu. Als Zwischengänge: Einblicke in die Küche des deutschen Bürgertums im 19. Jahrhundert

Rückblick 2015

VIA REGIA – Kulturroute des Europarates

Caroline Fischer vom Europäischen Kultur- und Informationszentrum in Erfurt stellte die Via Regia als Kulturroute vor.

Vortrag_Via-Regia_1web

Die alte Ost-Westverbindung führt durch europäische Kulturlandschaften von Santiago de Compostela bis Kiew. In ihren „Geschichten“ über die Via Regia erzählte Caroline Fischer von den Begegnungen zwischen Menschen und Kulturen entlang der alten Straße. Angefangen bei den römischen Warentransporten über die Beziehungen zwischen den Franken und der Kiewer Rus zog sie in einem rasanten Ritt durch die wechselvolle Geschichte an diesem Weg. Bis heute, so konnte sie zeigen, orientieren sich die Straßenverbindungen noch an den bewährten Routen.
Bei uns ist die Via Regia als „Hohe Straße“ bekannt. Seit einigen Jahren ist sie durch den Regionalpark Hohe Straße von Frankfurt bis Büdingen mit einer Reihe von Wegemarken und Objekten gestaltet.

Vortrag_Via-Regia_2web

„Seh-Stücke“ von Andrea Güthge und Karin Schilling

So berichtet der Hanauer Anzeiger (14.09.2015)

Bericht HA_Ausstellung_Schilling_Güthge
DSC01505
DSC01508
DSC01511

Afternoon-Swing mit Moni Marners Jazz-Quartett

DSC01492

Eines des Highlights des 11. Regionalparkfestes war zweifellos der „Afternoon Swing mit Moni Marners Jazz-Quartett“ in der Hirzbacher Kapelle. Bei freiem Eintritt konnten die Besucher kommen und gehen, wie sie mochten. Sie sollten entlang der Hohen Straße ja auch noch anderes erleben dürfen. Aber viele blieben lange, manche wollten vom Programm des Quartetts keinen Ton verpassen und verbrachten ihren Nachmittag ganz in Hirzbach. In exklusiver Besetzung  schafften es die Musiker mühelos, ihre Zuhörer mit dem Jazz-Sound verschiedener Jahrzehnte ins Swingen zu versetzen.

Monika Marner, die leidenschaftliche Musikerin und Bandleaderin, ist eine gebürtige Frankfurterin, die aber während des Konzerts ausdrücklich betonte, seit ihrem sechsten Lebensjahr feste Wurzeln im Hammersbacher Ortsteil Langen-Bergheim geschlagen zu haben. „Hier kriegt mich keiner mehr weg!“  Mit ihrem Hauptinstrument Altsaxophon spielt sie seit 1972 in verschiedenen Formationen im In- und Ausland. Kenner schätzen ihr melodiöses und doch prägnantes Spiel, ihren unvergleichlichen Ton und ihre beschwingte und überzeugende Interpretation bekannter Themen des Jazz. Thilo Wagner, der swingende Jazzpianist aus Stuttgart, Klaus Dengler (Bass) und Peter Quarten (Drums), beide aus der Jazzszene in Hanau, Frankfurt und Darmstadt bekannt, vervollständigten beim Hirzbacher Konzert das Quartett.

DSC01494
DSC01496

Vom Waldglas zum Gerippten

Vortrag von Werner Kurz über die Entwicklungsgeschichte des Apfelwein-Glases.
Glas war lange Zeit ein Luxusprodukt. Die Herstellung war technisch nicht einfach und vor allem  energieaufwendig. In Zeiten, als allein Holz als Energieträger vorhanden war, waren es die waldreichen Gegenden, in denen die Glashütten entstanden. In unserer Region waren dies vor allem  Spessart und Taunus. Darüber berichtete der Referent ebenso wie über die Glasherstellung seit der Antike und die wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der Glasproduktion. Schließlich ging er der für unsere Äppelwoi-Region bedeutsamen Frage nach, wie denn das Apfelweinglas zu seinem „gerippten“ Muster kam.

kurz-geripptes 1
Mit großem Interesse verfolgen die Besucher den Vortrag im historischen Rathaus
kurz-geripptes 2
Werner Kurz schlägt einen Bogen von den Anfängen der Glasherstellung bis zum gerippten Apfelweinglas, das nur in Hessen gebräuchlich ist.
kurz-geripptes 3
Ein weiteres „Geripptes“ für die Sammlung Stier: Werner Kurz überreicht ein Glas, das vermutlich zwischen 1880 und 1920 hergestellt wurde.

Werner Kurz und Jörg Stier haben die beiden Veranstaltungen am 25. März und am 2. September zur „Geschichte des Apfelweines und des Apfelweinglases“ gemeinsam vorbereitet. An beiden Abenden gab es selbstverständlich Kostproben aus der Kelterei Stier zu schmecken.

So berichtet der Hanauer Anzeiger (09.09.2015)

Bericht HA_Vortrag_Kurz_Geripptes

Kohlhaas

dentler_isaak

Isaak Dentler (Schauspiel Frankfurt) spielte Kleists “Michael Kohlhaas”. Mit Goethes Werther und Büchners Hessischem Landboten hatte er sein Publikum in der Hirzbacher Kapelle schon begeistert. Jetzt also Kleist.

Isaak Dentler überzeugte in Hirzbach erneut mit einem furiosen Solo. Meisterhaft, bei minimaler Requisite, versteht er es seinen Rollen Leben einzuhauchen. Er spielt sie nicht, er verkörpert sie, überzeugend und grandios.

So berichtet der Hanauer Anzeiger (17.07.2015)

Bericht HA_Dentler_Kohlhaas

Emotions Meet Melodies, 3 Voices and Acoustic Guitars – ein Nachmittag mit den Fingerprints

Fingerprints Juli 2015

Die Fingerprints – Karin Kraft mit ihrer starken, wandlungsfähigen Stimme, Martin Kurz und Hans Matter, natürlich auch stimmbegabt und vor allem hervorragende Gitarristen – schafften es bei schweißtreibenden Sommertemperaturen mühelos, ihr Publikum in der Hirzbacher Kapelle bei Laune zu halten. Mit einer gelungenen Mischung aus Blues, Jazz, Folk oder Balladen, eigenen Kompositionen oder klassischem Mississippi-Sound schöpfte das Trio die besondere Akustik der Kapelle „unplugged“ aus und sorgte für einen wunderbaren Sonntagnachmittag.


Festliche Barockmusik mit CONCERT ROYAL.

So berichtet der Hanauer Anzeiger (23.06.2015)

Bericht HA_Concert_Royal

Jazz-Matinée mit Peter Back und Uli Partheil

So berichtet der Hanauer Anzeiger (18.06.2015)

Bericht HA_Back_Partheil

Jazz-Matinée mit dem Trio NOLEGA

So berichtet der Hanauer Anzeiger (02.06.2015)

Bericht HA_Trio Nolega

Ausstellung „Der festgehaltene Impuls“ von Joachim Rother

WP_20150525_003

„Jedes Bild ein kraftvoller Appell an das Auge und das Herz des Betrachters!“

Es gibt künstlerische Ideen, die brauchen ein Leben lang, ehe sie sich Bahn brechen und umgesetzt werden. Und es sind meist nicht die gradlinigen Biografien, die den Rahmen für solche kreativen Entwicklungsprozesse abgeben. Es ist zu Reden von Joachim Rother, Jahrgang 1944, dessen Ausstellung wir heute in der Hirzbacher Kapelle eröffnen.

Ich kann Ihnen berichten, dass die Kapelle den Künstler bei seinem ersten Besuch sofort angesprochen hat – und so kam diese Ausstellung zustande. Dies freut mich um so mehr, als ich Joachim Rother schon seit einigen Jahrzehnten kenne, auch wenn wir uns zwischenzeitlich ein wenig aus den Augen verloren hatten. Als er mich vor fünf Jahren einmal zu sich einlud, da traf ich dann einen ganz anderen Joachim: In aller Stille hatte er in seinem Atelier in Kesselstadt ein fulminantes malerisches und zeichnerisches Werk geschaffen. Joachim Rother hatte sich damals „freigemalt“ und in den letzten zehn Jahren einen ganz eigenen Weg und Stil der Kunst gefunden.

Von Hause aus ist der Kesselstädter was man einmal Gebrauchsgrafiker nannte, ehe der generalisierende Begriff „Design“ auch dieses konkrete Arbeitsfeld der angewandten Kunst vernebelte. Auch die Berufsbezeichnung „Schmücker“ macht Rother nicht verlegen, denn so nannten sich die Schaufenstergestalter einst mit leicht selbstironischem Unterton. Derweil waren sie keine Künstler zweiter Klasse. Ohne solide Grundlage konnten auch sie keine ordentliche Arbeit abliefern. Mit dem Unterschied zum freien Künstler, dass ihre Arbeit ausgesprochen zweckgerichtet war. Über zwei Jahrzehnte war Rother auf diesen beiden Feldern nicht ohne Erfolg tätig. Ende der 1970er Jahre kam es dann zu einer Umorientierung.

Schon immer auch politisch interessiert und vor allem in der Sozial- und Jugendpolitik interessiert – er gehörte zu jenem Kreis der Hanauer Jungsozialisten, die 1973 das Hans-Böckler-Heim als selbstverwaltetes Jugendzentrum initiierten – machte er eine Ausbildung zum Erzieher und trat in die Dienste der Stadt Hanau. Nach 25 Jahren, in denen er unter anderem den Hort Saalburgstraße geleitet hatte, wurde er 2005 in den Ruhestand entlassen.

Nun schloss sich der Kreis. Ideen für eine Malerei, die den eingefleischten Jazzliebhaber seit Jahrzehnten mal mehr, mal weniger beschäftigt hatten, brachen heraus.

Am Anfang stand die theoretische Beschäftigung mit der Farbe, der Maltechnik und vor allem der Kunstgeschichte. Vor allem die Malerei der 1940er und 1950er Jahre faszinierte Rother. Der Abstrakte Expressionismus der Amerikaner und sein europäisches Pendant, der Tachismus, fand ja schließlich auch eine Entsprechung im Jazz. Darauf war er schon früh, seit den 1960er Jahren in der Frankfurter Jazzszene um die Mangelsdorff-Brüder gestoßen, hatte mithin bereits die Nase im (richtigen) Wind, als andere noch Jazz mit Dixieland verwechselten.

Und so findet der Jazz, in dem sich die Formen auflösen und der Klang über der Melodik steht, eine Entsprechung in Rothers Malerei: Farbe und Form variieren frei auf der Leinwand, erzeugen Einklang und Dissonanz, Wärme und Kälte, Ruhe und Dynamik. Jedes Bild ein kraftvoller Appell an das Auge und das Herz des Betrachters!

Dass Rothers auch mit seinem zweiten Standbein, der Zeichnung, auf festem Boden steht, braucht nicht betont zu werden. Nur so viel: Ganz im Gegensatz zu seiner Malerei arbeitet der Zeichner Rother konkret am menschlichen Körper, hält mit dem Zeichenstift Augenblicke fest, Momentaufnahmen von Anspannung oder Abgeschlagenheit, Exkursionen über Köperformen, die den Blick vom Detail ins Ganze und zurückführen, und wo sich die Linie des Zeichenstifts auch schon einmal ein wenig in die Fläche erweitert.

Malerische Qualität und zeichnerische Potenz prägen Rothers Bilder, die sich für den, der in sie hineinhört, auch immer ganz nahe an der Musik sind. Mit der Musik von Peter Back, dem großartigen Musiker, den wir soeben hörten, haben Rothers Bilder eine Entsprechung in Tönen gefunden.

Genießen Sie diese Symbiose im einzigartigen Sakralraum der Hirzbacher Kapelle. Die Ausstellung ist eröffnet.

(Werner Kurz, Rede zur Eröffnung der Ausstellung)

So berichtet der Hanauer Anzeiger (29.05.2015)

Bericht HA_Ausstellung Rother

„So alt wie die Menschheit, wenn nicht sogar älter!“

Jörg Stier (4. von links) gesellt sich zu seinen Zuhörern
Jörg Stier (4. von links) gesellt sich zu seinen Zuhörern

Einem uralten Kulturgut widmete sich der Verein für Kultur und Heimatgeschichte Hammersbach in einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Förderverein Hirzbacher Kapelle: dem Apfelwein. Referent war kein geringerer als der „hessische Äppelwoi-Papst“ Jörg Stier aus Maintal-Bischofsheim.

Über drei Jahrzehnte Keltereierfahrung und ein ausgeprägtes Interesse auch an dem, was man andernorts aus dem Saft des Apfels alles machen kann, vor allem aber sein Eintreten für den Erhalt der besonders in Südhessen landschaftsprägenden Streuobstwiesen, haben Jörg Stier auch zur Feder greifen lassen. Mehrere Bücher zum Thema sind über die Jahre entstanden und eröffnen dem Leser einen wahren Äpperwoi-Kosmos.

Der ist nämlich geprägt von der handwerklichen Herstellung des hessischen Nationalgetränks, welches, wie Stier erläuterte,  gleichwohl eine europäische Dimension hat: Zwischen der Nordsee und der Biskaya gibt es kaum einen Landstrich, wo nicht dem Apfelwein gehuldigt werde. Von der Cidra in Asturien, über den Cidre in der Normandie bis zum Cider in Devon gibt es zahlreiche regionale Spielarten, unterschiedlich in Geschmack und Herstellung.

Überraschend: Nicht etwa die Hessen sind beim Pro-Kopf-Verbrauch des „Stöffche“ Weltmeister. Ihre bescheidenen sieben Liter werden von den Engländern deutlich  in den Schatten gestellt, über 50 Liter pro Kopf und Jahr werden dort konsumiert. Freilich hat der vielfach industriell hergestellte  Cider von der Insel oft nur wenig mit dem zu tun, was den Ausgangsstoff Apfel ausmacht.

Damit war Jorg Stier dann bei der nichtindustriellen, der traditionellen Herstellung des Apfelweins angelangt, bei der der Ausgangsstoff das Produkt bestimmt und nicht der Endpreis im Supermarktregal. Und sehr schnell musste Stier denn auch feststellen, dass in Hammersbach über das Keltern zu reden so etwas ist, wie Eulen nach Athen tragen. Ohne viel Aufhebens ist der Ort nämlich in den letzten Jahren zu einer Hochburg der privaten Apfelweinherstellung geworden, sogar Bürgermeister Michael Göllner baut sein Fässchen im Keller aus. Schnell war deshalb Stiers Vortrag fast schon ein Seminar über Apfelsorten und Kellertechnik, das der Keltereimeister mit allerlei Historien und Histörchen aus seinem unerschöpflichen Fundus apfelweinhistorischen Wissens auflockerte.

Von Adolf Stoltze stammt laut Stier die Einschätzung, Äppelwoi sei „so alt wie die Menschheit, wenn nicht sogar älter!“.  In diesem Sinne belegte der Bischofsheimer Kelterer die ungebrochene Aktualität und vor allem die Vielfalt des Apfelweins mit einer Querschnittsprobe aus seinem Sortiment. Das war denn erst recht der passende Rahmen für diesen Abend mit einem animierten und zugleich überaus fachkundigen Publikum im Alten Rathaus von Marköbel.

Der Vortrag von Jörg Stier findet eine Fortsetzung in einer Veranstaltung am 2. September am gleichen Ort. Unter dem Titel „Vom Waldglas zum Gerippten“ geht es dann um die Kulturgeschichte des Trinkglases.

von Werner Kurz

Rückblick 2016

Still crazy after all these years

dsc_0011web

Ihre zehnte gemeinsame Ausstellung präsentierten Andrea Güthge, Architektin, Diplomingenieurin, Innenarchitektin und Fotografin, und Karin Schilling, Malerin und Lehrerin mit dem Schwerpunkt Kunst, unter dem Titel „Still crazy after all these years“ in der Hirzbacher Kapelle.

Bei der Ausstellungseröffnung gaben die großformatigen Gemälde von Karin Schilling und die faszinierenden Fotos von Andrea Güthge in ihrer sich wunderbar ergänzenden Komposition Anlass zu interessierten Gesprächen zwischen den Künstlerinnen und den Besuchern.

Andrea Güthge, die seit 2000 im eigenen Architektur- und Innenarchitekturbüro in Schöneck arbeitet, sagt zu ihren Fotografien: „Mit dem Medium Fotografie beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren. Dabei faszinieren mich insbesondere die vielfältigen Verbindungen von künstlerischer Fotografie und Architektur. Die hier ausgestellten Bilder beziehen ihre Spannung durch besondere Blickwinkel und prägende Farben, gleichermaßen ein Schwerpunkt meiner beruflichen Tätigkeit. Sie entstanden zwischen 2010 und 2016 an verschiedenen Orten Europas, quasi en passant.“

„Augenblick mal“ nennt Karin Schilling eines ihrer Gemälde. Typisch sind helle, strukturierte Hintergründe, oft mehrschichtig und reliefartig und kräftige dunkle Konturen. Karin Schilling sagt dazu:“ Was sich auf der Leinwand während des künstlerischen Prozesses entwickelt oder was als Spiel von Farbträgern vor oder während des Druckvorganges gesehen werden mag, das erscheint im fertigen Bild als streng durchdachte Komposition. Das Kreative dieses Geschehens sehe ich jedoch auch im Ermitteln einer Struktur. Beim Betrachten und Auseinandersetzen mit meinen Malereien und Grafiken werden immer neue Schichten und Muster erkennbar. Man begegnet Ungeplantem und Unerwarteten. Dennoch fügt sich alles zu einem – spannungsreichen – Ganzen zusammen. Das Sehen selbst ist letztlich Teil eines schöpferischen Abenteuers.“

„Still grazy after all these years“, so sehen sich die beiden Künstlerinnen, voller Phantasie und künstlerischem Elan für weitere Werke. Da freut man sich bei den Ausrichtern der Ausstellung, dem Förderverein Hirzbacher Kapelle und dem Verein für Kultur und Heimatgeschichte Hammersbach, schon auf die nächsten Jahre. (18.09.2016)

dsc_0006web
dsc_0002web
dsc_0003web

„Gypsy Jazz“ / Swing Belleville

WP_20160904_14_27_46_Pro

Die Musiker von Swing Belleville beendeten im Rahmen des Regionalparkfestes auf der Hohen Straße den Hirzbacher Konzert-Sommer. Schön war’s!

So berichtete der Hanauer Anzeiger (07.09.2016):

ha-20160907_swing-belleville

„Canzona a Quattro“ / Pindakaas Saxophon Quartett

Pindakaas 9web

Vor gut besetztem Haus boten vier klassisch ausgebildete, europaweit erfolgreiche Saxophonisten aus Nordrhein-Westfalen in der Hirzbacher Kapelle ein überwältigendes Konzert. „Pindakaas“ nennt sich das ungewöhnliche Saxophon-Quartett. So nennen die Niederländer ihre beliebte Erdnussbutter, und exzellent wie diese ist auch die Musik, die von Thorsten Floth am Sopransaxophon, Guido Grospietsch am Altsaxophon, Anja Heix am Tenorsaxophon und Matthias Schröder am Baritonsaxophon dargeboten wurde.

Beginnend mit orgel- und orchesterähnlichen Klängen barocker Meister bis hin zur Kammermusik zeigten die Musiker, dass man mit dem Saxophon, welches zu dieser Zeit noch gar nicht erfunden war, sehr wohl klassische Musikstücke unterschiedlicher Epochen beeindruckend und virtuos spielen kann.

Ein wunderbares barockes Musikstück, „Canzona á quattro“ von Giovanni Gabrieli, gab diesem Konzert seinen Namen. Das Quartett entlockte den Instrumenten alle denkbaren Farben und Temperamente. Mit dem „traurigsten Musikstück der Welt“, Samuel Barbers Adagio Opus 11, gelangen besonders leise und zarte Töne. Dass es eigentlich für Streicher geschrieben ist, war der eindrucksvollen Interpretation nicht anzumerken.

Pünktlich zum Ferienbeginn in Hessen machten die Musiker danach mit ihrem Publikum und der „Suite Espagnole“ von Isaac Albéniz einen Ausflug nach Spanien. „Summertime“, der Jazzklassiker von Gershwin, führte weiter zur zeitgenössischen Musik, ebenso wie Kurt Weils Musik zu Mackie Messer von Brecht oder Stücke von Astor Piazolla.

Das ganze Programm wurde informativ und kurzweilig durch die Musiker anmoderiert. Nach mehreren Zugaben und tosendem Beifall endete dieser beeindruckende musikalische Sonntagabend.

(17.07.2016)

Pindakaas 6web

„My personal Jesus“

Wieder ein Theater-Highlight mit Isaak Dentler! So berichtet der Hanauer Anzeiger (13.07.2016):

HA 20160713_Dentler

„Gesund ohne Apotheke“

WP_20160612_16_14_33_Pro

Trotz Regen und anderer Festivitäten in Hammersbach fanden zahlreiche Interessierte den Weg in die romanische Hirzbacher Kapelle. Eine Stunde lang referierte der ortsansässige Apotheker Constantin Stöckel kurzweilig und informativ zu dem Thema „Gesund ohne Apotheke“.

Man sollte ja meinen, ein Apotheker müsse der Meinung sein, dass es ohne ihn und seine Medikamente nicht geht. Keine Apotheke, keine Gesundheit. Constantin Stoeckel bestand aber darauf, dass die Maxime „Gesund ohne Apotheke“ eine berufsethische Verpflichtung für ihn ist.

Schließlich seien die Menschen viele Jahrtausende ohne Apotheke ausgekommen. Dennoch, das wollte er besonders hervorheben, gehe es nicht ohne gute Ratschläge zu einer gesunden Lebensweise.

Ausgehend von den Apothekenketten in seinem Geburtsland Rumänien, ein System, welches nur am Umsatz orientiert ist und das Stoeckel aus ethischen Gründen ablehnt, spannte er den Bogen von exotischen altägyptischen Rezepten über die jüdischen Ernährungsgebote und Verbote zu den drei Säulen der Gesundheit.

Schon in der Antike habe sich der Mensch viele Gedanken über die Gesunderhaltung von Körper und Geist gemacht. Es gibt zahlreiche Quellen über das alte Ägypten mit seiner fortschrittlichen Chirurgie und seinen von allerlei Aberglauben geprägten medizinischen Empfehlungen. Im jüdischen Talmud seien dann die klar definierten Grundlagen einer gesunden Lebensweise gelegt worden: Prävention, Hygiene und Gebet.

Die in den jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften vorgeschriebene Hygiene und das Verbot des Verzehrs von aasfressenden Tieren seien in ihren positiven Folgen erst in der Neuzeit wieder entdeckt worden. Und auch das Gebot des maßvollen Genießens von Alkohol ließe sich schon in der Bibel finden. In der antiken Medizin gibt es Hinweise auf die positive Wirkung von Lebensmitteln und Gewürzen für die menschliche Gesundheit – etwa von Zwiebel, Knoblauch, Buttermilch und Jogurt für den Darm. Untersuchungen aus jüngster Zeit hätten diese Empfehlungen wissenschaftlich bestätigt. Überhaupt sei die Gesunderhaltung unseres Verdauungsorgans durch die richtige Ernährung und ausreichende körperliche Bewegung lange Zeit unterschätzt worden. Die Versorgung mit Vitamin L „wie Laufen“ für die Gesunderhaltung der Blutgefäße hob Stoeckel als besonders wichtig hervor. Und – das solle man nicht unterschätzen – das regelmäßige Gebet als wertschätzender Zuspruch und als Beruhigungsfaktor könne für die menschliche Seele besonders hilfreich sein.

Für Constantin Stoeckel ist es aber eine ausgemachte Sache, dass der Apotheker demjenigen, der sein Haus betritt, als Gesundheitsberater wichtige  Impulse für die Selbstheilung geben kann. Gleichzeitig kann der Apotheker anhand der Erfahrungsberichte der Kunden mit Arzneimitteln Empfehlungen überprüfen und ableiten.

Die Zuhörer verließen die Kapelle mit der Überzeugung, dass es ohne den Apotheker… eben doch nicht geht!

(12.06.2016)

Bodo Kolbe & Rainer Weisbecker „Blues auf Hessisch“

Blues auf Hessisch_0

„Mer speele de Blues, so schwarz wie Latweje“, das versprach das Duo Weisbecker & Kolbe gleich zum Auftakt seines Konzertes in der Hirzbacher Kapelle. Und schon war das Publikum mittendrin in einem vergnüglichen Nachmittag, bei dem sich Blues-Musik und Dialekt wie selbstverständlich zusammenfügten.

Bodo Kolbe, aus Mörfelden stammend, gilt als Mitbegründer des südhessischen Blues. Seine erste Langspielplatte erschien bereits 1970. Rainer Weisbecker spielte zu dieser Zeit in verschiedenen Frankfurter Bluesbands und schreibt bis heute als Mundartdichter und Buchautor in Frankfurter Mundart. Seit Jahrzehnten sind beide Musiker in verschiedenen Formationen in Sachen Musik, Mundart und Blues unterwegs. Öfter sind sie sich dabei über den Weg gelaufen und seit geraumer Zeit stehen sie nun auch gemeinsam auf der Bühne.

In Hirzbach begeisterten sie ihr Publikum mit einer mehr als gelungenen Mischung aus gekonnt vorgetragener Musik auf wechselnden Instrumenten und hessischem Gebabbel. Politisches, Skurriles, Alltägliches und Melancholisches fand da seinen Platz. Humorig und komisch, tiefgründig und lyrisch stießen die beiden ins Hessische vor. Nach drei Stunden und einigen Zugaben entließen Weisbecker und Kolbe ein beschwingtes Publikum in den frühen Abend. „Hat Spass gemacht, awwer jetzt isses genuch!“

(05.06.2016)

Nadia Birkenstock „Celtic Harp & Song“

So berichtet der Hanauer Anzeiger (24.05.2016):

Konzert Nadia Birkenstock_web2016 02
Konzert Nadia Birkenstock_web2016 04
Konzert Nadia Birkenstock_web2016 08

Rückblick 2017

„Fläche und Figur – man steht davor und geht herum“ – Ausstellung von Karin Schilling und Birgit Freinsleben

Die Ausstellung läuft noch bis zum 24. September. Andrea Pauly hat sich im Hanauer Anzeiger (22.09.2017) mit der Arbeit der beiden Künstler auseinandergesetzt:


„Grass Unlimited“ beim Hohe-Straße-Fest

Versierte Musiker in bester Spiellaune, perfektes Wetter, ein wunderbar entspanntes Publikum – das war unser rundum gelungener Beitrag zum Hohe-Straße-Fest 2017.

Grass Unlimited verbinden in ihrer Musik traditionellen Bluegrass mit Elementen aus den verschiedensten musikalischen Stilrichtungen zu einem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Programm. Aufgrund der unterschiedlichen musikalischen Backgrounds der Bandmitglieder (Folk, Rock, Jazz, Bluegrass, Gypsy) experimentiert die Band mit allen diesen Einflüssen auf der Basis der ursprünglichen Bluegrass-Instrumentierung (5-String Banjo, Mandoline oder Dobro, Fiddle, Gitarre, Kontrabass und mehrstimmiger Gesang). Obwohl Sängerin Sylvia „Miss Kitty“ Werner in Hirzbach nicht dabei sein konnte, bot Grass Unlimited Musik auf hohem Niveau, bei der der fröhliche Charakter und die ursprüngliche Tanzbarkeit des Bluegrass im Vordergrund standen.

Ein Gast brachte im Homepage-Gästebuch der Band seine Begeisterung so auf den Punkt: „Heute habe ich euch zum ersten mal in der Kapelle Hirzbach gehört und war hin und weg – schlicht und ergreifend virtuoses Spiel und ohne elektrische Verstärkung – das ganze gepaart mit viel Humor, einfach nur grossartig. Der Sound war wirklich klasse in dieser kleinen Kapelle. … Danke für diese wunderbare Musik.“


Traute Mittlmeier Trio. „Jazz Shortstories“

So berichtete der Hanauer Anzeiger (23.08.2017):


Aus den Tagebüchern des Kurt Cobain

Intimes Porträt eines Künstlers

Isaak Dentler und Band am 13. August in der Hirzbacher Kapelle

Die szenische Lesung „Aus den Tagebüchern des Kurt Cobain“  war eine beeindruckende und gelungene Veranstaltung, wie eigentlich alle Auftritte Isaak Dentlers in den vergangenen Jahren.

Bei herrlichem Sonntagswetter hatten sich leider nicht so viele Besucher wie erhofft in der Hirzbacher Kapelle eingefunden, aber diejenigen, die gekommen waren, gingen garantiert beeindruckt nach Hause.

Isaak Dentler vom Schauspiel Frankfurt las aus den Tagebüchern der Rock-Ikone Kurt Cobain, begleitet von der Band  +-0  (Plus-Minus-Null). Ein hervorragend aufeinander abgestimmtes Arrangement zwischen Musik und Text und doch dabei ständig die augenblickliche Situation und das Publikum im Augen behaltend. Ein „ echter“ Dentler, wieder.

Kurt Cobain, Frontmann von Nirvana, der Kultrockband der 90er Jahre, nahm sich 27-jährig das Leben. Er hinterließ nicht nur beeindruckende Musik und eine große Fangemeinde. Viele Jahre schrieb er Tagebücher, nicht im gewohnten Sinne, mit Datum und Ereignisberichten. Er notierte seine Gedanken, zeichnete und konzipierte neue Songs. Seine Witwe, die sie übrigens nie lesen sollte, verwaltet Cobains Erbe und gab die Tagebücher 2002 zur Veröffentlichung frei. Das intime Porträt eines kreativen jungen Künstlers, der am eigenen Mythos zugrunde ging, war also Gegenstand des diesjährigen Dentlerauftritts.

Mal sarkastisch, mal dramatisch und gelegentlich sogar witzig, reihten sich Cobains Gedankenfragmente von Dentler im Rhythmus der Begleitmusik vorgetragen, aneinander. Herzschlagähnlich, Worte und Töne bildeten dabei eine Einheit, so offenbarte sich das Bild eines jungen, erfolgsverwöhnten und doch von Selbstzweifeln und unbeantworteten Fragen gequälten Musikers. Schonungslos mit sich selbst und in der Wortwahl sehr direkt beschreibt Cobain in seinen Tagebüchern seine Befindlichkeiten.

Eine Stunde lang schleuderte Dentler dem Publikum in der Kapelle die Gedanken des Musikers entgegen, mal leidenschaftlich Dampf ablassend, mal  zerrissen und  verzweifelt, immer von der einfühlsamen Band durch die genau richtigen Rhythmen unterstützt.

Und dann plötzlich Stille im Raum. Die Lesung war beendet, doch das Publikum saß noch schweigend und nachdenklich auf seinen Plätzen, bis schließlich tosender Beifall den Künstlern dankte.


Barrios Guitar Quartet. „Tempi moderni“

So berichtete der Hanauer Anzeiger (05.07.2017):


Trio Lumimare. „Chamber Jazz“

So berichtete der Hanauer Anzeiger (13.06.2017):


Maja Taubes „Klanggewebe“. Geheimnisvoll, meditativ, schwerelos.

So berichtete der Hanauer Anzeiger (23.05.2017):


Die Saison ist eröffnet!

Alexandre Zindel konnte mit seinem wunderbaren Konzert „Le coeur fait boum!“ für einen gelungenen Auftakt sorgen und in der noch kalten Kapelle die Herzen wärmen.
So berichtete der Hanauer Anzeiger (10.05.2017):

Rückblick 2018

Winterpause

Der Auftritt der Fingerprints beim Hohe-Straße-Fest bescherte uns ein letztes musikalisches Vergnügen. Jetzt gehen wir in die lange Winterpause und freuen uns auf das Programm 2019.


Was für ein August!

Mit dem furiosen Duo SchachMatt, der beeindruckenden Lesung von Alissa Walser und dem wunderbaren Konzert von Exquisite Noyse findet der Hirzbacher Kultursommer 2018 seinen Abschluss.


…Ich habe so viel zu sagen …, Clemens Brentano im Spiegel seiner Briefe

Schon  zum 9. Mal in Hirzbach: Isaak Dentler vom Schauspiel Frankfurt entführte mit einer ausdrucksstarken Lesung in die Gedanken- und Gefühlswelt des großen deutschen Romantikers Clemens von Brentano. Brentanos Lebensweg ist gekennzeichnet von Brüchen, von der Suche nach einer höheren Ordnung, nach dem Glück und dem Sinn unserer Existenz. Aus vielen Tausend Briefen nahm sich Dentler eine kleine Auswahl besonders sprachmächtiger und gedankenschwerer Ausschnitte, um das Hirzbacher Publikum 200 Jahre zurück in eine faszinierende Epoche der deutschen Literatur zu führen.


Alissa Walser liest in der Kapelle

In Vorbereitung auf Alissa Walsers Lesung in der Kapelle besuchte Andrea Pauly für den Hanauer Anzeiger die Autorin. Ihren Beitrag dokumentieren  wir hier:


„Schnaps im Silbersee“ – Wortjongleure und Klangdompteure

Quer zu allem , was bisher in der Kapelle geboten wurde, lag der Auftritt des Berliner Dreigestirns „Schnaps im Silbersee“.  Aber es hat sich gelohnt, die drei nach Hirzbach einzuladen!
So berichtete Andrea Pauly im Hanauer Anzeiger (12.06.2018):

SiS in der Kapelle

Die Harfe ersetzt ein ganzes Orchester

Silke Aichhorn begeisterte ihr Publikum in der ausverkauften Hirzbacher Kapelle

Die Hirzbacher Kapelle hat sich seit ihrer Restaurierung vor 25 Jahren als kleines aber besonderes Kulturzentrum in der Wetterau etabliert. Der Förderverein als Veranstalter, aber auch ein inzwischen breites, aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet kommendes Publikum, haben die Maßstäbe in all diesen Jahren hoch gelegt. Längst kommen renommierte Künstler in die Kapelle, so auch bei der jüngsten Veranstaltung mit der Harfenistin Silke Aichhorn.

Sie gehört zu den Besten ihres Faches und ist inzwischen auf dem internationalen Parkett zuhause; zwischen Australien   den USA und Brasilien scheut sie aber auch nicht den Weg nach Hirzbach, wo der Förderverein für ihren Auftritt Reservierungen in bislang noch nie erreichter Zahl verzeichnen konnte.

Harfenkonzerte haben in Hirzbach Tradition, doch Silke Aichhorn  fällt aus dem Rahmen: Sie setzt auf ein breites klassisches Repertoire, wohl wissend – und dies verstand sie auch in ihrer  humorvollen, vor allem aber überaus kompetenten und klugen Moderation zu vermitteln – dass dieses relativ eingeschränkt ist. Zumindest was Originalkompositionen für dieses Instrument betrifft. Dass hängt damit zusammen, dass die Harfe seit der frühen Neuzeit nur selten als Soloinstrument genutzt wurde.

Das Publikum bekam zwar auch seinen Mozart zu hören. Gleichwohl waren die dargebotenen Stücke aber Transkriptionen für die Harfe oder aber Harfenkompositionen eher weniger bekannter, deswegen aber nicht uninteressanter und durchaus entdeckenswerter Komponisten, meist aus dem 19. Jahrhundert. Dies war nämlich die Zeit, als die Harfe als Saloninstrument vor allem in Frankreich in keinem gehobenen Haus fehlen durfte. Dieses so kompliziert erscheinende Instrument mit seinen 47 Seiten,  das da fast übermannshoch daherkommt, 40 Kilo schwer ist und buchstäblich mit Händen und Füßen, sprich: mit Fingern und 7 Fußpedalen bedient wird, beherrscht Silke Aichhorn mit großer Leichtigkeit und absoluter Souveränität. 24 CDs hat sie inzwischen eingespielt.

Das Hirzbacher Publikum bannte sie mit ihrer musikalischen Ausdrucksstärke und einer bestechenden technischen Perfektion, einer Gabe, die eben nur den ganz großen Musikern gegeben ist. Die trotz hochsommerlichen Wetters ausverkaufte Kapelle wusste dies denn auch mit langem und heftigem Applaus zu honorieren. Einer der vielbeklatschten Höhepunkte war zweifelsohne die Interpretation von Smetanas „Moldau“, die an Bildhaftigkeit und instrumentaler Intensität der „personalintensiven“ Orchesterfassung in nichts nachstand.

Fazit eines grandiosen Konzertnachmittags: Wer bei diesem Konzert in der Hirzbacher Kapelle nicht dabei war, der hatte wirklich etwas versäumt.


Die Saison ist eröffnet!

Das Duo Zaruk aus Madrid eröffnete mit „Neuen Klängen aus der alten Welt“ unseren Sommer 2018 in der Kapelle. Ein wunderbares, berührendes Konzert als Auftakt für eine vielversprechende Saison!
So berichtete Andrea Pauly im Hanauer Anzeiger (09.05.2018):

Das Programm 2019

12. April: Vortrag Erhard Bus, Der 30-jährige Krieg – Ursachen und erste Kriegsjahre (in Kooperation mit dem Verein für Kultur und Heimatgeschichte Hammersbach)

5. Mai: Maja Taube & Oona (Harfen)

26. Mai: Adjiri Odametey (Weltmusik aus Ghana)

16. Juni: Philipp Romacker (Gitarre)

30. Juni: Duo Ahlert & Schwab (Barockgitarre und -Mandoline)

18. August: Isaak Dentler, Theater-Solo

25. August: Max Clouth Clan (Jazz-Guitar)

1. September: Steve Scondo Band (Blues zum Hohe-Straße-Fest)

14. und 15. September: Andrea Güthge & Karin Schilling, Ausstellung


Weitere Informationen zu unseren Veranstaltungen finden sie hier

Und hier erhalten Sie unseren Kulturprogramm-Flyer zum Download.

© 2019 Hirzbacher Kapelle

Theme von Anders NorénHoch ↑